Wohnungslüften im Winter
Wohnungslüften im Winter:
Die beste Art im Winter zu lüften ist "kurzes Stoßlüften". Längerers Kippfensterlüften ist weniger gut geeignet, da hierdurch auch Speicherwärme aus den Wänden verloren geht. Die Fensterlaibungsbereiche kühlen stark ab. Um Kondenswasser ("Schwitzen" der Wände) in Wohnräumen im Winter zu verhindern, hier eine Faustregel für 20° C Lufttemperatur:
Die Wandtemperatur
Die Wandtemperatur sollte an den kältesten Stellen nicht unter 15° C sinken - also ausreichend Heizen, Wohnung nicht durch zu langes Lüften auskühlen lassen, Nachtabsenkung etwas reduzieren, eher gleichmäßiger durchheizen, für gute Zirkulation sorgen.
Die relative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkeit sollte nicht über 65% steigen.
Weitere Tipps sind:
Türen ungeheizter Räume geschlossen halten
Feuchtigkeit nach dem Baden oder Duschen - wenn möglich - nach "außen" weglüften
Für genügend Zirkulation sorgen, damit die Luft gelegentlich auch in die Ecken kommt
Bei Möbeln an kalten Außenwänden für genügend Abstand oder Hinterlüftung sorgen
Keine dampfdichten Innendämmungen, dichte Farben, etc. verwenden
Bei Innenverkleidungen mit Holz bei kalten Mauern muss eine gut funktionierende Hinterlüftung vorhanden sein.
Der Feuchtehaushalt
Um sich ein Bild davon zu machen, wieviel Feuchtigkeit in einem normalem Vier-Personen-Haushalt entsteht.
Ein Beispiel
In einer 100 qm großen Wohnung (ca. 250m³ Luft) befinden sich bei 20° C Raumtemperatur und 55% relativer Luftfeuchtigkeit 2,3 Liter Wasser. In 24 Stunden entstehen in einem solchen Haushalt durch Kochen, Duschen, Wäschetrocknen, Blumengießen, Wischen, etc. bis zu 10 Liter Wasser, allein 4,8 Liter davon durch die Atmung. Diese Feuchtigkeitsmengen müssen hinausgelüftet werden. Dazu ist in dieser Zeit wenigstens 4 bis 5 mal ein kompletter Luftwechsel erforderlich.








